Donnerstag, 4. August 2016

Cairns und Umgebung

Australien, ein neuer Kontinent, neue Reisebegleiter, ein neues Abenteuer. Nach 4 Monaten Asien in unterschiedlichsten Ausprägungen für uns ein ungewohntes Gefühl, wieder "normale" Schriftzeichen zu sehen, mit den Menschen ohne Nachdenken einfach auf Englisch reden zu können. Gleich ungewohnt ist für uns der Linksverkehr, aber daran haben wir uns innerhalb kurzer Zeit wiederum schnell gewöhnt.

Die nächsten 6 Wochen stehen ganz im Zeichen von "Down Under" - Australien, der rote Kontinent. Wir haben uns für eine Tour entlang der Ostküste entschieden, werden aber auch einen Abstecher ins Landesinnere einschieben. Die Tour wird von Cairns im Nordosten Australiens für ca. 3 Wochen mit Babsis Eltern gemeinsam bis Brisbane führen. Danach geht es die Küste entlang weiter nach Sydney, dann gehts per Flug nach Adelaide und weiter nach Alice Springs zum Ayers Rock etc. den Abschluss bildet ein Road Trip entlang der Küstenstraße von Adelaide nach Melbourne. 

Wir flogen per Nachtflug von Toyko nach Cairns. Gut dass wir unsere Sitzplätze inkl. Extrabeinfreiheit vorgebucht hatten. Jetairways - eine komische Fluglinie: Flug überbucht, sie jammerten also stundenlang sämtliche Gäste beim Checkin voll, ob diese nicht für quasi Nichts einen Tag später fliegen und in Summe 2 Tage später in Australien mit Stopover statt direkt ankommen wollten - No Go! Weiters verlangte die Fluglinie für alle Services etwas extra: Film - okay, Essen - kann man machen aber DECKEN UND Polster???? Wir waren vorbereitet und kamen so nicht durchfroren, aber ziemlich fertig in Cairns, Queensland an. 

Den ersten Tag schliefen wir die verlorenen Stunden nach, um dann später die Esplanada von Cairns, den Strandweg zu erkunden. Leider wurde das Zentrum mit der Lagune während unseres Besuchs gerade renoviert, wir hatten dennoch einen tollen Blick auf die Bucht und den Hafen. 






Die nächsten Tage standen ganz im Zeichen von Ausflügen rund um Cairns herum. Der erste Ausflug führte uns mit der Kuranda Scenic Railway, einer Schmalspurspan entlang einer imposanten Trasse durch den Wald in die Ortschaft Kuranda. Um den touristischen Trubel zu entgehen, unternahmen wir einen Rundwanderung entlang des Flusses und hinab zu den Barron Wasserfällen, die wir bereits aus der Bahn sahen. 











Später ging es dann per Seilbahn von Kuranda auf einer Strecke von fast 7,5 Kilometer knapp über den Baumkronen zurück nach Smithfield. Während der Seilbahnfahrt konnten wir  die gewaltige Ausdehnung dieses Jahrtausende alten Waldes und das Leben in den Baumkronen erspähen. 




Am zweiten Tag ging es per Katamaran auf die Fitzroy Island. Unser "Great Barrier Light Programm". Wir wollten alle nicht stundenlang am Boot sitzen, dann mit hunderten Menschen gleichzeitig ins Wasser gejagt werden und dann wieder stundenlang am Boot verbringen. Fitzroy sollte eine super Alternative sein!



Nach knapp 50 Minuten erreichten wir die Koralleninsel vor Cairns und machten uns gleich auf zum Strandende. Unser Host in Cairns, komischer Typ aber wenigstens hat er uns solide Tipps gegeben, meinte, dass hier der beste Schnorchelspot wäre. In der Tat konnte ich hier sogar Posaunen, Papageifische und allerhand kleine Fische sehen. 







Den restlichen Vormittag verbrachten wir am Strand um dann nach einer kurzen Stärkung auf den kleinen Hügel auf der Fitzroy Inseln zu wandern. Der Ausblick entlang und auf der Spitze der Insel war gewaltig, wir hatten großes Glück mit dem Wetter. Der Weg hinab führte uns bei einem Leuchtturm vorbei, ehe wir mit der Fähre wieder nach Cairns zurück fuhren. Ein äußerst abwechslungsreicher Tag! 








Am heutigen, dritten Tag ging es mit dem Mietwagen entlang der Küste Richtung Norden. Wir machten zahlreiche Zwischenstopps ehe wir bei der Ortschaft Mossmann ankamen.






In Mossmann erkundeten wir das Mossmann Gorge Gebiet, ein Naturschutzgebiet das ganz im Süden des Daintree Nationalparks liegt. Sehr tropische, feuchte Gegend, allerdings war die Wanderung im Gebiet nicht sehr anstregend, da die Temperatur niemals über 27 Grad lag. Unsere Wanderung führte uns entlang von gut ausgebauten Wanderwegen bis zum Herzen des Mossmann Gorge, einer Ausbuchtung im Mossmann Fluss die sich großer Beliebheit bei Badegästen erfreut. Wir gingen erstmal daran vorbei und erkundeten den Rundwanderweg, wo wir zahlreiche Urwaldriesen, Epiphyten (Pflanzen, die auf anderen Pflanzen wachsen, meist kleineres Grünzeug auf Bäumen) und Bäume mit weitreichenden Wurzeln sahen. Zu guter Letzt fanden wir eine abgeschiedene Badestelle, wo wir in das herrlich erfrischende Wasser sprangen und uns abkühlten. 












Nach dem Abenteuer im Nationalpark ging es die wunderschöne Küstenstraße nach einem Zwischenstopp für das Abendessen in Port Douglas wieder retour nach Cairns. 



Morgen geht es mit dem Mietwagen Richtung Süden durch die Atherton Tablelands, einem gebirgigen Naturschutzgebiet, wo wir in einem Naturpark unseren nächsten Zwischenstopp machen werden. 

Australien zeigt sich bis jetzt von seiner schönsten Seiten und wir sind schon sehr gespannt auf die nächsten Eindrücke!

Mittwoch, 3. August 2016

Tokyo - Die zweite Runde

Von Hiroshima aus unternahmen wir am letzten Gültigkeitstag unserer Japan Railway Pässe die längste Zugfahrt in Japan nämlich nach Tokyo. Knapp 4 Stunden 30 waren wir mit kurzer Umstiegspause in Kobe unterwegs.

Am Abend trafen wir uns in Tokyo mit 3 St. Pöltner Legenden (Eric, Ado und Sterni), die eine Woche Tokyo unsicher machten. Einem coolen Abendessen im Din Tai Fung Lokal im Geschäftsviertel von Tokyo folgte ein überraschender Besuch einer Cocktailbar in einem Hochhaus neben dem Restaurant. Aus dem 46. Stockwerk konnten wir tolle Blicke über Tokyo bei Nacht einfangen. Der Kellner dürfte der wohl emotionsloseste und auch langsamste Kellner von ganz Asien gewesen sein. Die Getränke schmeckten und die Gespräche waren außerordentlich spaßig - ein cooler Abend.



Am nächsten Morgen hieß es Abschied von Mama / Waltraud für die nächsten Monate zu nehmen. 3 tolle Wochen Rundreise gingen nun zu Ende. Wir hatten eine fantastische Zeit - vielen Dank nochmals!

Danach trafen wir uns mit den 3 St. Pöltnern, um mit dem Bus Richtung Mount Fuji zu fahren. Ziel war der Fuji Q Park am Fuße des bekanntesten Berges von Japan. Dieser war während unseres gesamten Besuches leider komplett in Nebel / Wolken gehüllt. Dafür hatten wir enormes Glück, der Park war sehr wenig besucht und so konnten wir auch wirklich mit allen großen Achterbahnen fahren. Wolfgang, Babsi und Ado hatten dahingehend schon entsprechende Erfahrung und konnten vor Vorfreude kaum gebremst werden. Bei Eric und Sterni musste das Adrenalinflämmchen erst zu einer Flamme im Laufe des Tages heranwachsen :-)

Erster Stopp im Park war dann auch gleich die Achterbahn "Dodonpa". Diese Achterbahn beschleunigt von 0 auf 172 km/h in 1,8 Sekunden - wow, was für eine Fahrt - eine richtig geile Achterbahn. Eric bedankte sich nach der Fahrt, dass ich ihn auf diesen Trip gebracht hatte, haha. 


Eine weitere Achterbahn im Park war die gigantische in sich selbst drehende "Eejanaika", ein Nachbau einer Bahn in Kalifornien. Coole Fahrt - den direkten Vergleich hat meiner Meinung nach das Original in LA gewonnen. Eine Kontrolle dieser Aussage wird im Dezember / Jänner möglich sein!



Für die restlichen Bahnen nutzen wir unsere "Front of the line tickets". Die Kontrollen im Park waren extrem langsam und so wurden nur sehr wenige Fahrgäste abgefertigt, was zu langen Wartezeiten führte. Dank der Tickets konnten wir so die geduldig wartenden japanischen Gäste überholen und direkt mit den Bahnen fahren. 

Erste Bahn, die so in Angriff genommen wurde, war Takabisha, die steilste Achterbahn der Welt. Der Hügel ist 120° steil - heftiges Gefühl.



Den Abschluss des Besuches im Vergnügungspark bildete noch eine Fahrt mit der einst größten Achterbahn der Welt und mit über 70 Meter noch immer sehr imposanten "Fujiyama". LEIDER war der Mount Fuji noch immer nicht sichtbar, der Blick wäre gewaltig gewesen. 



Die Rückfahrt nach Tokyo dauerte leider aufgrund des starken Verkehrs um einiges länger. Schlussendlich erreichten wir die neonbeleuchtete Metropole doch noch zu später Stunde. Den Abschluss von Japan und "Tokyo 2" bildete ein Besuch eines Standing Sushi Lokals. Der Fisch in allen Varianten war köstlich und wie der Name sagt, nahmen wir die Mahlzeit stehend ein. 

Liebe Grüße nochmals an Sterni, Eric und Ado. Euch viel Spaß in Russland! War echt eine coole Zeit mit euch und hat wirklich sehr viel Spaß gemacht.